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Wer

Mani – Voc.
Tiger – Git.
Hoddling – Bass
Bernd K. – Drums + Voc.

Wann

1983 – 1985

Wo

Feucht

Die Feuchter Hardcore-Pioniere entstanden 1983 aus Teilen von Abnorm, Stickstoff und Krach. Inspiriert von Discharge und Vorkriegsphase wüteten sie sich durch brutal-schnelle Hasstiraden.

Manis markante Stimme und Tigers Staubsaugergitarre, kombiniert mit Hoddlings (auch “Wüstling” genannt) Hornissenbass und Bernd K´s stets davongaloppierendem Schlagzeug, brachten eine ungeheure Energie hervor, die leider nur allzu selten live zu bewundern war. Man könnte das auf die ansonsten chronische Antriebslosigkeit von einem dreiviertel der Band-Belegschaft zurückführen. Eine geplante Plattenveröffentlichung scheiterte aus dem gleichen Grund.

Kurz nach der Umetikettierung in Der letzte Dreck war dann auch Schluss und Mani blieb als einziger (vorerst) dem Punk und der Musik treu. Nach kurzen Projekten wie Engel der Vernichtung (kurz: “E.d.V.” mit Ralf vom 7. Versuch Fanzine), Türme die sinken und Rabe Abraxas (Solo) gründete er schliesslich Die Weisse Rose, die in wechselnden Besetzungen bis 2015 bestand.

Die anderen Bandmitglieder kehrten nach der Auflösung in gutbürgerliche Existenzen zurück oder – wie in einem Fall – wurden genau daran durch massive psychische Erkrankung gehindert.

Fotos © Ralf Lexis.