logo_suicides_frankenpunk

Wer

Mike 9 – Voc.
Dirk N. Steuerlein – Git.
Andy Dorn – Bass
Tilo Heider – Drums

plus u.a.: Mike Dupre, Micha Sierl, Jo Hellmuth, Brandon Walsh, Thomas Siegl, Stefan Schwarzmann

Wann

1977 – heute

Wo

Erlangen

Die Suicides waren wohl die ersten, die den deutschen Punk Rock hinaus in die Welt trugen. Gegründet 1977 in ihrer Heimatstadt Erlangen, haben sie sich über die Jahre einen guten Ruf in ganz Europa erspielt.

Ob man ihren unkonventionellen Stil nun einfach Punk Rock nennen kann, bleibt dahingestellt. Zu finden sind auch Funk, Reggae oder Schlagereinflüsse. Die Suicides waren jedenfalls immer Garanten für eine extreme Live-Darbietung, die man nur schwer ein zweites Mal findet.

Ihre Auftritte sind mit den Jahren rar geworden, doch wann immer sie der Hafer sticht, brettern sie unverfroren weiter.

Mit dem 2015-er Album “Sterben verboten” gibt es nochmal einen Rundumschlag ihres bisherigen Schaffens plus einiger neuer Stücke.

  • Harry (Donhauser) Horror hat Tapes von BBC London gezogen und die Sachen kopiert. So konnten wir schon anno `76 den Anfang des Punk mit erleben. Dank Melody Maker, den es jede Woche im Montanus Erlangen gab, hatten wir noch mehr Infos. Nach einem Besuch beim stinklangweiligen Konzert von Rainbow haben Olli und ich dann beschlossen auch Punk zu machen. Denn laut Melody Maker darf jetzt jeder auf die Bretter gehen, auch wenn man nix kann. Wir haben dann ca. sechs Monate geprobt (Erstbesetzung Olli Günther – Gitarre, Olli Richter – Drums und Mike Neun – Voc+Bass). 1977 war dann erstes Konzert im Kindergarten Boschstrasse Erlangen Bruck im Keller… grausig, aber 200 Leute da und die Sicherungen sind ständig rausgeflogen.

  • Mm… gute Frage… gespielt wird selten aber die Band ist noch da. Ansonsten versucht man seinem Motto treu zu bleiben: Rough & Tough und haut den Nazis auf die Fresse.

  • Beim Fußball oder vor der Glotze.

  • Gestrandet in Frankreich… sollte `ne Tour stattfinden. Wir waren schon da und unser Bus nebst Techniker kam nie. Es gab nichtmal ein Konzert. Unser Bassist Brandon Walsh hatte (dank seinem Vater) allerdings ein Ferienhaus in La Chapelle Themere. Der Bürgermeister des 300-Seelen Ortes hat uns ab und an in seinen Weinkeller eingeladen zu jammen und saufen. Und unser Roadie Ingo bekam ab und an bischen Geld von Mama ins örtliche Bistro geschickt. Nach drei Wochen waren wir endlich wieder back in Erlangen.

  • Damals? Wir waren Vorreiter, aber niemand hat sich dafür interessiert, ausser einer eingeschworenen Gemeinde

Fotos © u.a. Herbert Studtrucker