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Wer

Arne Marenda – Voc. + Git.
Jürgen Schulz – Bass
Stephan Wettig – Drums

Wann

1992 – 2000

Wo

Erlangen

The Hinks waren die Nachfolgeband von The Omsk.

Half lncome, No KidS -auf deutsch etwa “Geringes Einkommen breitwillig akzeptiert – Kinderwunsch nicht vorhanden” war die Lebensphilosophie, eine Mischung aus Ska, Punkrock und Pop die Musikrichtung. “Weder rechts noch links = 100 Prozent Hinks” war die politische und kämpferisches Heidentum die religiöse Ausrichtung.

Auftritte waren immer und überall willkommen, Nazi- und Frauenveranstaltungen müssen aber außen vor bleiben, da die vier
Bandmitglieder nicht willens waren, sich dafür einer Gehirn-und/oder Geschlechtsteiloperation zu unterziehen.

Hinks - Günther Koch - Dia
  • Arne: Ich hatte die glückliche Fügung des älteren Bruders, der bereits den ganzen NYC-Underground-Kram wie Iggy Pop, MC5, Velvet Underground, Patti Smith usw. gehört hat und hab´ quasi seit ich denken kann diese Musik aufgesogen. Als er damals dann 1977 mit der ersten The Damned und kurz darauf mit The Clash um die Ecke kam, war´s auch um mich geschehen 🙂

    Es hat zwar dann noch ein bissl gedauert bis ich mich langsam über Haare schneiden, Sicherheitsnadeln anstecken, Ärmel abschneiden usw. zum “Punk” entwickelt habe, aber Anfang der 80er Jahre wars dann doch geschehen 🙂 und ich war für immer versaut.

    Musikalisch meinte ich dann mit ein paar Freunden 1983 eine Band gründen zu müssen, aber mehr als ein paar Saufgelage im Proberaum mit Instrumenten-Halten war nicht drin. 1986 ging es dann ernsthafter zur Sache mit meiner ersten richtigen Band. Das waren dann in Folge:

    The Omsk1986 – 1990
    The Cockroaches1990 – 1991
    The Hinks1992 – 2000
    Droogie Bois1993 – 1995
    Oxymoron1995 – 1998
    Droogiez2008 – 2014
    The Art2015 – heute
  • Arne: …gute Frage, in erster Linie war Punk für mich immer auch eine kreative Sache, selbstbestimmt und mit Normen brechend. Du schaust aus wie der letzte Penner hältst aber der Omi trotzdem die Tür auf und so was.

    Klar war da auch Revolution, Provokation und Protest – aber besonders in den 80er- und 90er Jahren   stand natürlich auch der Spass im Vordergrund – das ging bei mir halt immer mit Musik einher. Musik war mein Leben. Musik machen, Musik hören, auf Konzerte gehen usw.
    Das hat sich heute natürlich etwas geändert… ich bin auch immer wieder auf Konzerten unterwegs, das Feeling von ‚früher‘ ist aber nur noch schwer zurückzuholen. Das liegt natürlich auch vielen Faktoren – das würde auch das Interview sprengen. Mein Punksein lebe ich aber definitiv in einem möglichst selbstbestimmten Leben aus.

  • Arne: Ich bin in Erlangen aufgewachsen und für so eine verschlafene Studentenstadt war damals in den 80er Jahren richtig viel los. Es gab das Wirtschaftswunder als Anlaufstelle No.1, das Transfer für die späten Stunden, das E-Werk, einige Kneipen und einige Absturzkneipen.
    Ab und an ging es in Kitsch nach Fürth, nach Schwabach oder natürlich ins Komm nach Nürnberg.

  • Arne: Lieblingskatastrophen… oje…1987 hatte ich mir bei einem Adicts-Konzert in Dechsendorf (!) den Arm gebrochen und wir hatten kurz darauf aber einen Support-Gig mit The Omsk für UK Subs….da wurde dann halt mit Gips gespielt 🙂 Was bei Oxymoron mal richtig scheiße war, war der Abbruch einer England-Tour weil Swen unser Sänger leider sehr krank wurde und wir aus Schottland direkt nach Deutschland zurück fahren mussten. Das war schon richtig scheiße.