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Wer

Ralf – Git. + Voc.
Tiffy – Bass
Wolf – Drums

Wann

1982 – 1984

Wo

Feucht
Nürnberg
Altdorf

&*!!% (sprich: “U.S.A.A.P.” vormals Brechreiz) finden 1982 kurioserweise in dem Musiksaal der Realschule Feucht als einzige Band der Schulgeschichte einen Übungsraum. Das pädagogische Angebot endet allerdings jäh nach interschulischem Alkohol- und Nikotinkonsum seitens der Band. Danach lässt man sich bis zum Ende 1984 im – ohnehin geeigneteren – Keller des selbstverwalteten Feuchter JuZ nieder.

Von Tiffy fehlt mittlerweile jede Spur. Zuletzt wird er vor etlichen Jahren in äußerst prekären Lebensverhältnissen angetroffen.

Wolf ersetzt später bei Something To Burn kurzzeitig den Drumcomputer und gibt dann bei der Rockformation Mutantenstadl ein Gastspiel.

Ralf steigt 1985 als Drummer bei Thumper ein, begleitet Talkin To The Toilet am Schlagzeug durch ihre Funpunk-Phase und stösst anschliessend als Gitarrist zu Something To Burn. Dazwischen gibt es immer wieder Solo-Projekte und eine Aushilfstätigkeit bei Die Weisse Rose. Ein Alterssitz bei den offiziell nie aufgelösten Ende ohne Aus stellt das vorläufige Ende seiner Musikerei dar.

  • Ralf: Die Hirnlosigkeit von AC/DC und Kiss trieb mich Ende der Siebziger direkt in die Arme der Ramones, Blondie und 999. Anfang der Achtziger kamen dann KFC, Dead Kennedys, Black Flag etc. Danach war eigentlich alles geklärt – unumkehrbar.

  • Ralf: Gerade meine Freiberuflichkeit zwingt mich immer wieder dazu, Entscheidungen gegen den (dringend benötigten) Umsatz zu treffen, wenn es meiner Möge nicht entspricht.

    Ich möchte mir keine Wochenend-Ventile suchen, nur um mein Leben von Mo.-Fr. ertragen zu können. Am Abend noch gegen Kapitalismus gepogt, um am nächsten Morgen wieder beim Dax-Unternehmen anzutreten. Dafür fehlt mir einfach die Selbst-Ignoranz.

  • Ralf: Am Anfang spielte sich natürlich alles im (damals noch selbstverwalteten) Feuchter JuZ ab. Dann kam schnell das Komm, der Kunstverein und natürlich die Konzerte in Wertheim, Rottenburg etc.

    Treffpunkte waren ansonsten die Lorenzkirche, der Bahnhofsbrunnen in Fürth und im Sommer der Feuchter Baggersee.

  • Ralf: Als eine damals sehr beliebte Augsburger HC-Band uns nach einem gemeinsamen Konzert die gesamte Anlage “aus Versehen im Suff…” geklaut hat. Ihr damaliger Manager (heute Herausgeber eines großen Fanzines aus Bremen) hat zum Glück die Band davon überzeugt uns das Zeug am übernächsten Tag wieder aus Augsburg zurück zu bringen.

    Andernfalls hätten wir ohne den Kram keine Konzerte mehr im JuZ veranstalten können.

  • Ralf:

    Früher:

    Dauerhaft respektvoller Abstand des Publikums von der Bühne/Band gepaart mit sparsamem Applaus. Dann bei der ersten Zugabe plötzlich großes Abfeiern der Band und nicht-mehr-gehen-lassen-wollen.

    Diese Erfahrung wurde mir auch von vielen auswärten Bands bestätigt. Evtl. ein Grund dafür, warum damals nur wenige Bands nach Franken kamen, die es weiter als 100 km hatten.

    Heute:

    …ist das zum Glück anders und möglicherweise ist deshalb jetzt auch viel mehr los.