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Wer

Ralf

Wann

1988 – 1989

Wo

Feucht

Zwei Jahre nach dem Niedergang des 7. Versuch-Imperiums fehlt mir plötzlich wieder die Schreiberei und das Basteln mit Schere und Klebestift.

Also entsteht (fast schon) parallel zur damaligen Szene ein reines Ego-Zine in dem schwallartig Gedanken ausgekotzt werden – quasi in Echtzeit und ohne dabei potentielle Leser im Auge zu haben. Kein Wunder also, dass bereits nach nur zwei Ausgaben wieder Schluß ist.

Ein erneutes Schreiberloch stopfe ich anschliessend jahrelang beim Contra Rem Publicam und der Empty Times bevor ich mich dann mit Something To Burn wieder auf´s Musik machen konzentriere.

1995: Das Internet hat sich flächendeckend etabliert und Fanzines sterben einen schnellen, unspektakulären Tod.

2000: Die Leute von “früher” verlieren sich aus den Augen. Kinder, Job und Internet – das Übliche eben…

2005: Punks nutzen MySpace zur Kommunikation und schaffen sich Smartphones an. Die Leute von “früher” finden sich online wieder.

2010: MySpace ist so weit kaputt-optimiert, dass man es quasi nicht mehr benutzen kann/mag. Alle rennen zu Facebook und tauschen fröhlich ihre Privatsphäre gegen ein wenig Bequemlichkeit und kommerzielle Vorteile ein. Dank der Smartphones geht das zum Glück jetzt auch mobil.

2015: Punkrock ist endgültig im Mainstream angekommen und wird schulterklopfend vom Rockbusiness assimiliert. Nicht selten sieht man Leute auf der Tanzfläche ihre Nachrichten checken und die Band durch ihren Touchscreen beobachten. Mission erfüllt?!

  • Definitiv durch die Musik. Weder vorher, noch nachher hat mich etwas so direkt getroffen wie die ersten Platten aus Amerika und England.

    Als ich dann Argee Gleims Box-Set “Guter Abzug”(*) in die Finger bekam war auch klar, wo es hingeht.

    (* Riesige Zusammenstellung von Fotos und Fanzines der ersten Stunde.)

  • Ich lebe mein Leben weitgehend selbstbestimmt und nehme die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten in Kauf.

  • Festivals, Konzerte, Kino und wo auch immer sich ein Pinball-Automat befindet.

  • Als ich mal eine Veggie-Sonderausgabe bei einer (damals) sehr “links orientierten” Nürnberger Druckerei in Auftrag gab, schiss´ man sich dort in die Hosen, da man Angst hatte mit dem Metzger-Großkunden in Konflikt zu geraten.

    Heute wäre das wohl eher umgekehrt, hähähä… 😉

  • Alle hacken aufeinander rum und beklagen anschliessend, dass nix zusammengeht. Auf jeden Fall war das früher so.